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Prinzipien

Regionalitätsprinzip und Schnelligkeit

In Deutschland wird die Labormedizin durch Kosteneinsparungen im Gesundheitssystem in ihren finanziellen Grundlagen immer weiter eingeschränkt. Daraus haben sich in den vergangenen Jahren vielerorts Effizienzstrategien entwickelt, die auf Kostenreduktion abzielen, bei denen jedoch nicht selten die Qualität der Analytik leidet.
Eine adäquate Frist zwischen Probennahme und Befundübermittlung zählt zur Befundqualität.
Eine schnellstmögliche Analyse verbürgt einerseits eine höhere analytische Sicherheit und erlaubt andererseits einen kurzfristigen Informationsrückfluss an den einsendenden Arzt, der auf diese Weise sogleich eine adäquate Therapie des Patienten einleiten kann.

Die im Verbund zusammengeschlossenen Laboratorien verpflichten sich, in Ihren Untersuchungsprogrammen für alle Einsender ersichtlich zu machen, welche Proben nicht direkt vor Ort erbracht werden können. Patientenproben, die nicht im Empfängerlabor untersucht werden können, werden noch am selben Tag unmittelbar direkt und ohne weitere Zwischenstationen an das Labor geschickt, das die geforderte Analyse qualitativ hochwertig erbringen kann. Eine Probe soll in ordnungsgemäßer Verpackung so nicht länger als 24-36 Stunden unterwegs sein, bevor sie der Analytik zugeführt wird. Probentourismus durch Deutschland wird damit unterbunden.

Es gilt das Regionalitätsprinzip und das Unmittelbarkeitsprinzip. Das heißt, die Kooperation der Verbundlabore gestaltet sich flexibel. Je nach Anforderung wird unmittelbar das nächstliegende Labor mit dem besten Qualitätsstandard für die spezielle Analyse mit der Untersuchung beauftragt. In verschärftem Maße gilt das Regionalitätsprinzip für mikrobiologische Untersuchungen. Mikrobiologische Analysen sollten vom Einsender immer direkt sofort an das mikrobiologische Labor der jeweiligen Region zur Untersuchung übergeben werden.

Innovation und Entwicklung

Wir nehmen an der wissenschaftlichen Entwicklung teil, indem wir Neuerungen in Analytik, Verfahrensweisen und Technik der kritischen Prüfung unterziehen und die Übernahme neuer diagnostischer Möglichkeiten in die ärztliche Praxis realisieren. Darüber hinaus beteiligen wir uns an Forschungsprojekten, Studien und Publikationen.
Um wissenschaftlichen Fortschritt im medizinischen Alltag nutzen zu können, bieten wir unseren Einsendern und unserem Personal regelmäßige Fortbildungen an.
Die Implementierung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie die Einführung neuer Verfahren oder Analysen erfolgt strikt unter dem Gesichtspunkt des Nutzens für den Patienten bei Beachtung der Grundsätze wirtschaftlicher Verordnungsweise.

Informationsaustausch und Know-How-Transfer

Die Mitglieder des Verbundes stellen sich gegenseitig medizinisches Know-how zur Verfügung und nutzen ihren Zusammenschluss, um labormedizinische Fragen zu diskutieren. Der Ideenaustausch, eine gewisse Koordination der Öffentlichkeitsarbeit, die gegenseitige Unterstützung bei fachlichen oder administrativen Problemen zählen zu den Aspekten des Verbundes der Laborärzte.

Wirtschaftliche Kooperation

Die Mitgliedslabore des Verbunds sind sich einig, die mit den immer neuen Gesundheitsreformen einhergehenden Einsparungen nicht durch Personalabbau zu beantworten und keine Verschmälerung der Befundqualität vorzunehmen. Der Verbund soll als Struktur ermöglichen, dort zu sparen, wo die Analysequalität nicht beeinträchtigt wird.
Außerdem ist eine Kostenreduktion durch Konzentration der Spezialdiagnostik möglich; dies führt gleichzeitig zu wachsender ärztlicher Erfahrung bei der Diagnose seltener Erkrankungen. Dies aber immer unter strikter Beachtung der Eigenständigkeit der Mitglieder. 

Erscheinungsbild des Verbundes und Öffentlichkeit

Die sich diesem Statut verpflichtet fühlenden Labormedizinischen Gemeinschaftspraxen treten mittels einer Bildmarke öffentlich in Erscheinung. Das Logo soll stellvertretend für qualitativ hochwertige, innovative und regional verankerte Labormedizin werden. Weiterhin verfolgt der Verbund eine Interessensbündelung und versucht, Einfluss auf die Arbeit von Verbänden und Gremien zu nehmen.
Jeder einzelne Laborarzt bleibt jedoch in seiner Entscheidung zur Zusammenarbeit bei den jeweiligen Proben frei in seiner ärztlichen Entscheidung. Automatismen oder Zusendungszwang dürfen nicht bestehen. Jedes Mitglied respektiert die regionale Zuständigkeit seiner Kollegen.